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KunStart.07

Internationale Gegenwartskunst

11. April bis 29. August 2003
Geöffnet Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
Vernissage am Donnerstag, 10. April ab 19 Uhr
Laudatio: David Greve M.A.

Location:
Galerie im Neuen Kranzler Eck
Kurfürstendamm 21
D-10719 Berlin, Germany

Featuring:
Abraham Michael Dayan, USA
Alfred Hruschka, Österreich
Mi-Hye Jung, Korea
Mino, Schweiz
alpengluehen art group (aag), Schweiz

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  Laudatio zur Ausstellungseröffnung

Ich begrüße Sie herzlich zur Vernissage der 7. KunStart hier in der Galerie im Neuen Kranzler Eck.
Wie bei den vergangenen sechs Austellungen werden auch diesmal wieder Künstler aus Europa und Übersee ausgestellt und wie sechsmal zuvor liegt auch diesmal der Schwerpunkt bei den Schweizer Künstlern.
Aus der Schweiz sind diesmal Mino und die "alpengluehen art group" dabei. Aus Österreich kommt Alfred Hruschka, der 2002 die 5. KunStart kurzfristig wegen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland und Österreich absagen musste. Dabei auch Abraham Michael Dayan aus den USA und Mi-Hye Jung aus Korea.
Zu sehen sind außerdem Werke von Alice Burton und Patricia Karen Gagic. Beide stammen aus Kanada. Ihre Werke waren bei der vorangegangenen Austellung "4 abstract woman artists" bereits zu sehen.
Ich möchte Sie gar nicht lange aufhalten, damit Sie sich endlich oder noch einmal intensiver die Werke dieser Künstler anschauen können.
Mitgeben möchte ich Ihnen ein paar Basisinformationen über die Künstler und deren Werke:

Abraham Michael Dayan
Dayan stammt aus Frankreich und lebt seit 1999 in den Vereinigten Staaten in Savannah / Georgia. In den USA hat er bereits mehrfach ausgestellt. 2001 gewann er den 2. Preis für "window concept painting" ausgeschrieben vom Kultusministerium in Savannah. Heute und hier stellt er zum ersten Mal auf dem "alten Kontinent" aus.
Ich erzähle Ihnen mal kurz, wie Dayan nach seinen eigenen Worten zur Malerei gekommen ist. Sie erinnert mich ein wenig an den italienischen Renaissance-Bildhauer Benvenuto Cellini oder auch den Heros der Renaissance, Michelangelo.
Dayan sagt, ein Engel wäre ihm erschienen, und hätte ihm gesagt, er solle Maler werden. Daraufhin eilte er ins nächste Kaufhaus, besorgte sich Malutensilien und begann zu malen. - Cellini ist, wie er in seiner Autobiographie schreibt, ebenfalls ein Engel erschienen, während er in der Römischen Engelsburg eingekerkert war. Dieser befahl ihm ein Kruxifix aus Marmor zu hauen, das heute noch im Madrider Prado zu bewundern ist. - Dayan jedoch war unzufrieden mit dem, was er malte. Kurzer Hand verbrannte er die ersten 100 Leinwände und wanderte in die USA aus. - Auch Michelangelo verbrannte, was ihm in seinem Perfektionismus nicht gefiel.
Dayan malt natürlich nicht wie Michelangelo, wenn auch in dessen Tempo und Besessenheit. Er malt eher ein wenig wie Picasso, wenn er sich inzwischen auch von dieser frühen Phase seiner Kunst distanziert und einen eigenen unabhängigen Stil entwickelt hat.

Alfred Hruschka
hat den fast "klassischen" Weg eines österreichischen Künstlers eingeschlagen: Er studierte an der Wiener Kunstschule. Nach seinem Abschluss gab es natürlich bald die ersten Ausstellungen. Inzwischen hat er in Steyr, Wien, Salzburg, Mannheim und 2 x auf der Internationalen Kunstmesse im Kongresshaus in Zürich ausgestellt.
Seine Werke hängen heute in der Sammlung des österreichischen Bundesministeriums für Kunst in Wien und im Amt der Niederösterreichischen Landesregierung.
Hruschkas Kunst ist abstrakt und es erinnert nur wenig daran, dass er den "akademischen" Weg eingeschlagen hat, um Künstler zu werden.
Seine Werke sind Collagen, zusammengestellt aus Leinwandstücken und anderen Objekten. Insofern sind es keine Gemälde sondern vielmehr Leinwandobjekte, die plastisch in den Raum ausgreifen. Auffallend ist ihr eher erdiger Grundton und die abstrakte Geometrisierung, die die ursprüngliche Bedeutung der Collage-Objekte vergessen lässt und zu einem neuen Sinnzusammenhang zusammenfügt.

Mi-Hye Jung
Jung hat 1984 bis 1993 am Eastern Painting Art College studiert und war anschließend Graduate an der Hongik Universität in Seoul.
Seitdem hat Jung mehrfach in Korea, Japan und inzwischen auch den USA ausgestellt. Und zwar nicht nur in Sammelausstellungen oder auf Messen, sondern auch mehrfach in Einzelausstellungen. Ausgezeichnet wurde Jung ebenfalls, auf der 15. Korean National Art Exhibition im Metropolitan Museum of Arts in Seoul.
Wenn Sie die Arbeiten sehen, verstehen Sie auch, warum. Es sind minutiös gearbeite Gemälde, in ihrem Detailreichtum fast einer Dürer-Zeichnung gleich. Ob den Arbeiten Fotografien zu Grunde liegen, die malerisch im Stil einer Falschfarben-Malerei verfremdet wurden, ist mir unbekannt. Zweifellos aber haben mich diese Gemälde und deren eisige kristalline Ausstrahlung fasziniert. Sie treten ganz in der Art eines Filmstreifens in Reihe mit abstrakten Gemäldefragmenten, die wie zur Malerei herauskristallisierte physiklische Fraktale wirken.

Mino
unterscheidet sich in der Kunst ganz entscheidend von den drei bisher beschriebenen Künstlern. Während diese sich mehr der Malerei widmen, sind Minos Werke heute in erster Linie Lithographien.
Lassen Sie mich kurz erklären, was eine Lithographie ist: Sie haben sicherlich eine Vorstellung vom Buchdruck. Ganz ähnlich funktioniert ein Kupferstich oder ein Linoldruck. Doch während beim Buchdruck erhabene Buchstaben den Abdruck hinterlassen, funktionieren Kupferstich oder Linoldruck genau umgekehrt:
Das Bild entsteht aus in die Kupferplatte eingeätzten oder gekratzten bzw. in die Linolplatte eingekerbten Linien. D. h. in den Druckkörper muss eine Art Negativform eingearbeitet werden, die beim Druck als eine Positivform erscheint. Lithographie ist eine Variation dieser Technik. Mino arbeitet mit Steinplatten und in Farbe, d. h. das Prinzip des Druckes wird durch den Farbdruck weiter verkompliziert. Die Abzüge entstehen auf schwerem Büttenpapier und werden nur signiert und nummeriert, wenn sie Minos Qualitätsansprüchen genügen. So ist jeder signierte, nummerierte Abzug ein Original. Farbkopien, nicht autorisierte und unsignierte Abzüge dagegen sind wertlose Kopien.
Seine Motive entnimmt Mino der Welt des Entertainments, Straßenkunst, Zirkus, Barbetrieb.
Mino hat 1991 an der Hochschule für Gestaltung in Zürich abgeschlossen. Seitdem hat er unzählige Male in Einzelausstellungen und auf Messen ausgestellt. Er hat gestalterisch für Verlage, Firmen und Veranstaltungen gearbeitet und den jeweiligen Aufträgen ein individuelles Gesicht gegeben.

alpengluehen art group
Zuletzt gilt es eine Künstlergruppe vorzustellen, deren Bilder eigentlich für sich selbst sprechen. Wie jeder sofort erkennen kann, stammt die Gruppe aus dem Schweizer Engadin.
Ihre Bilder zeigen die mondäne Welt von St. Moritz oder vielmehr die Welt, in die St. Moritz eingebettet ist: Imposante Berglandschaften, Gletscher, Wälder, Hotellandschaften und Pferderennen auf dem zugefrorenen See von St. Moritz. Die Bilder sind im Computer bearbeitet und zu Collagen umgeformt worden, in denen sich verschiedene Bildmotive überlagern oder mit abstrakten Formen verwoben wurden.
Die Bilder präsentieren sich in exakter Präzision. Sie atmen förmlich den eisigen Brodem der Engadiner Gebirgslandschaften entlang des Inn zwischen Ski-WM und gemütlicher Schlittenausfahrt.

Genug geredet! Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der gezeigten Kunst und danke Ihnen im Namen der Galerie im Neuen Kranzler Eck für ihr Kommen.

David Greve M.A.
Kunsthistoriker, Berlin

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  Biografien

  Abraham Michael Dayan, USA

Abraham Michael Dayan

USA, Geboren 1960

Ausgewählte Ausstellungen:

  • State Capitol Gallery (Atlanta), Lansdell Gallery (Atlanta)
  • International Art Festival (Savannah)
  • Southern Living Magazine "Ideahouse" (Savannah)
  • Bocca Raton Museum of Art Festival (Florida)
  • Zweiter Preis "window concept painting" (Dept. of Cultural Affairs, Savannah)

"Bold strokes, rich textures and a brave use of color are the hallmarks of this young Frenchman, Abraham Michael Dayan, who now paints from an urban studio in Savannah Georgia. Dayan is inspired by Picasso, but found his motivation, he says, by a visiting angel who instructed him to become a painter. Dayan rushed to market, bought paints and canvases and painted like a man possessed from his home near Paris. Dissatisfied at the results, Dayan burned his first 100 canvases and moved to the United States of America in 1999. In that time, Dayan has established himself as an up and coming contemporary artist. Prolific, sometimes completing two or three large canvases a week, Dayan has strayed from his early Picasso-inspired creations and continues to evolve his own style. Not pure Cubism, nor strictly linear, his work often defies categorization, but always imparts Dayan's sensitivity to the spirit of his figural models, the sensuality of organic still life and the complexity of urban streetscapes. The canvases mimic the artist filled with passion, emotion and boldness."
Tim A. Rutherford (Managing Editor, Costal Antiques & Art, Savannah Georgia, USA)

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  Alfred Hruschka, Österreich

Alfred Hruschka

Österreich, geboren 1950
Ausbildung an der Wiener Kunstschule.

Ausgewählte Ausstellungen:

  • 1988 Museum für Industrielle Arbeitswelt Steyr OÖ
  • 1990/1994/1995 Galerie Zukunftswerkstätte Wien
  • 1995 Ausstellung Anif Salzburg
  • 1999 1. Internationale Kunstmesse Kongresshaus Zürich
  • 2000 Galerie Dr. Böhner Mannheim
  • 2002 4. Internationale Kunstmesse Kongresshaus Zürich

Werke in Sammlung des Bundesministerium für Kunst (Wien) und im Amt der N.Ö. Landesregierung.

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  Mi-Hye Jung, Korea

Mi Hye Jung

Korea, Geboren 1965
1984 - 1993: Eastern painting Art College und Graduate of Hongik University, Seoul

Ausgewählte Ausstellungen:

  • Excellent Prize in the 15 Korea National Art Exhibition
  • Metropoltan Museum of Arts, Seoul
  • 3. Einzelausstellung - Gong Pyong Art Center, Seoul
  • 5. Einzelausstellung - Space Wanaka Gallery, Osaka
  • Wave Kunstmesse - Art Center Seoul
  • MANIF Kunstmesse - Art Center, Seoul
  • Independant Art N.Y Exhibition - Greeley Square Gallery, New York

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  Mino, Schweiz

MinoMino, geboren 1967 und aufgewachsen in Luzern, entschied sich früh für eine künstlerische Laufbahn. Nach einer Lehre und einigen Jahren im Berufsleben besuchte Mino die Zürcher Schule für Gestaltung. Es folgten verschiedene Studienreisen durch Europa, auf denen er das kreative Umfeld für seine Kunst entdeckte, die er in der Abgeschiedenheit seines Tessiner Ateliers verwirklicht.

Mino über Mino
"...Sinnlich-optisch nehme ich die Welt auf, interpretiere die Eindrücke nach meinen Erfahrungen intuitiv und versuche, die Regeln von Farben und Formen zu ignorieren. Ich baue meine Bilder - das habe ich bei den Naturstudien geübt. Ich arbeite diszipliniert und nach Jahren hole ich plötzlich wieder ein Bild hervor, übermale, verändere es, obwohl es mir damals beendet gelungen schien."

Die Kunst
Kreative Menschen sind es, die ein Papier, eine Leinwand oder einen anderen Malgrund mit Formen, Farben oder Farbkombinationen in ein (Kunst-) Werk verwandeln. Sie machen ihre Visionen für andere sichtbar. Der Zauber des Zirkus, die Kreativität des Artisten, die Hingabe des Musikers, das Entertainment auf der Bühne.... das ist Minos Welt! Die Welt der Künste macht er sich zu seiner Kunst. In Bildern, die Schatten in Lebenslust verwandeln, in Träume, die der Betrachter miterleben darf. Mino liebt Spitzenleistungen. Seine künstlerische Energie entlädt sich in immer neuen, innovativen Projekten. So ist Mino bereits einem großen Kreis von Kunstliebhabern als ausdruckstarker Künstler ein Begriff. Die Suche nach Formen, Schatten und Farben ist sowohl Leidenschaft als auch Ausdruck seines inneren Spiegelbildes. Harmonie und Rhythmus bestimmen den Zustand seiner Gefühlswelt. " Kunst ist Kunst, wenn sie von Künstlern entwickelt wird, die sich selber frei fühlen und die von nichts abhängig sind." Mino zeichnet seine Lithographien direkt auf den Stein. Zahlreiche Arbeitsgänge sind notwendig, um in dieser schwierigen, aber umso schöneren graphischen Technik das gewünschte künstlerische Ergebnis zu erzielen. Jeder Abzug auf schwerem Büttenpapier wird vom Künstler auf seine Qualität geprüft und - wenn für gut befunden - von ihm nummeriert und handsigniert. Seine Scherenschnittbilder, vorwiegend Zirkusmotive, gehören heute eher der Vergangenheit an, haben jedoch in der Weiterentwicklung von Schattenbildern in Öl oder Mischtechnik ihre Spuren hinterlassen.

Der Schatten
Der Schatten ist ein Phänomen. Ein hartnäckiger Begleiter, der sich je nach Licht oder Sonnenstand verändert. Einmal ist das Phantombild klein, dann wiederum riesengroß. Feinste, zarte Bilder hier, harte, kantige Häuser dort - niemand kann sie fassen, sie kommen und gehen im und mit dem Licht. Unfassbar, manchmal sogar unheimlich. Aus diesem Spektrum hat Mino seinen persönlichen Ausdruck entwickelt und die Kunstform Schattenbild mit Erfolg erneuert und weiter entwickelt.

Originalgrafik
"Original" bezeichnet die Echtheit eines Werkes - ein Künstler hat es eigenhändig von der Idee bis zur fertigen Realisierung geschaffen, es ist nicht Kopie, nicht Plagiat, kann aber sehr wohl Replik, d.h. eigenhändige Wiederholung sein. Nicht das Einzigartige also, nicht die Zahl, sondern die Authentizität entscheidet. So auch bei druckgrafischen Erzeugnissen, in der von einer künstlerisch geschaffenen Druckform also viele Originale entstehen können.

Biographie
1967 Geboren in Luzern, CH
1991 Hochschule für Gestaltung, Zürich, CH: Steinlithographie, Siebdrucke

Kunstmessen
2003 EUROP'ART GENEVE
2003 ART INTERNATIONAL ZURICH

Ausgewählte Einzelausstellungen
2001 Galerie Kronen Zürich, CH
1999 Hotel Seedamm - Plaza, Pfäffikon SZ, CH
1998 Kunstforum Bally, Zürich, CH
1996 Galerie Artina, Zürich, CH
1992 Galerie Pflueg, Rafz, CH
1992 Kunstforum Globus, Zürich, CH

Gruppen Ausstellungen
2001 Galerie Artrepco, Zürich, CH
1994 Skulpturamo, Thalwil, CH

Projekte
2001 Creation, Weinetiketten, Navarra, E
2000 Zirkus Kinderbuch, Fischer Verlag, Bern, CH
2000 Titelbild für Countryfestival - Zeitschrift, Zürich, CH
2000 Tickets, Countryfestival, Zürich, CH
1998 Guinness - Buch der Rekorde, Scherenschnitt, D

Mino- Inspirationen des Jazz
Inspiriert vom Zauber der Musik, getragen von den Schwingungen des Jazz - Der Künstler Mino setzt seine Impressionen mit Pinsel und Siebdruck raffiniert in Szene und lässt Starke Kontraste für sich selbst sprechen. Das aktuelle Schaffen des Künstlers drückt nach Jahren der Experimentierfreudigkeit eine stimmungsvolle Reife aus, die gleichermaßen berührt wie beeindruckt.  Minos Werke erinnern Liebhaber des Jazz an weltbekannte Musiker wie Dizzy Gillespie, Chet Baker, Miles Davis oder Coltrane. Der Betrachter erfährt ein Stück Zeitgeschichte, eine Hommage an ein musikalisches Genre der tief bewegenden Art. Was die Improvisation für den Jazz, ist für Mino die Perfektion. Aus diesen scheinbaren Gegensätzen erhebt sich eine elektrisierende Spannung, die sich in klangvoller Resonanz entlädt. Die Hintergründe legen die künstlerische Leidenschaft mit wilden Pinselstrichen und meist grellen bunten Acrylfarben offen dar. Während im Vordergrund die eigentlichen Jazzmotive im Siebdruckverfahren durch Reduktion auf das Profil in sattem Schwarz dominieren. Diese ungewöhnliche Technikkombination ist die Fortsetzung von früheren Schattenbildern, die Mino in Form von Lithographien auf Stein bannte. Der 1967 geborene Luzerner Stefan Bächler, in Kunstkreisen bekannt unter dem Namen Mino, übte sich bereits in jungen Jahren mit Pinsel und Farbkasten im malerischen Ausdruck, um dann in der Schule für Gestaltung in Zürich sein vielseitiges Talent zu verfeinern. Beobachtungsgabe sowie Feimgespür für Details haben den Charakter seiner Illusionen maßgeblich geprägt. Sie finden sich wieder auf Aquarellbildern, Weinetiketten, Zifferblättern, in Grafiken und sogar in Scherenschnitten. Innerhalb von 4 Jahren hat er mit ca. 16.000 Schnitten (100x120 cm) den größten Scherenschnitt der Welt geschaffen (im Guinness Buch der Rekorde). Die 12 Jazzimpressionen, allesamt auf Büttenpapier festgehalten, können in der Galerie im Neuen Kranzler Eck, Berlin besichtigt werden.

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  alpengluehen art group (aag), Schweiz

alpengluehen art group (aag)

Bei diesen Collagen kommen Originalfotos, Computergrafiken aber auch eigene Ölgemälde, Lithografien und Handzeichnungen in digitalisierter Form zusammen.  Die Kombination dieser Techniken bringt oft erstaunliche Resultate. Vordergründige Simplizität vereint sich mit künstlerisch-technischer Raffinesse. Manches jedoch beruht - wie auch in der Wissenschaft- auf "Zufallsfunden" der suchenden Künstler: Die Natur selbst als bearbeitetes Kunstobjekt, als Objekt der NeuGIERde. Ob es das Panorama von St.Moritz, die verlassene Berghütte oder die davoneilenden Pferde sind: Die Idylle wird aufgefangen, gestört oder bereichert durch hinzufügen und Veränderung. Auch hier stellen die Künstler die alte Frage, ob hinter der glatten Fassade eine andere Realität existiert und ob das unsichtbare durch die äußerliche Veränderung überhaupt sichtbar werden kann.
Mithin, sagte ich ein wenig zerstreut, müssten wir wieder von dem Baum der Erkenntnis essen, um in den Stand der Unschuld zurückzufallen? Allerdings, antwortete er; das ist das letzte Kapitel von der Geschichte der Welt.
(Heinrich von Kleist, Über das Marionettentheater)

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